HeliCommand Rigid vs. Gyrobot 900

HeliCommandDa mich leider sämtliche Paketdienste dieser Welt im Stich gelassen haben, muss ich wohl noch eine Weile auf meine bestellten Komponenten warten und das gibt mir etwas Zeit, mich mit den möglichen Komponenten für meine Turbinenversion der EC145 zu beschäftigen.

Von Anfang an stand für mich eigentlich fest, dass ich in dem Modell elektronische Flughilfen verbauen möchte, denn zum einen verfüge ich ja eigentlich nur über sehr wenig Flugerfahrung und zum anderen bedeutet ein solches System auch ein Plus an Sicherheit und das ist gerade bei großen Scale-Modellen nicht unwichtig.

Nur welches ist das richtige System für mein Vorhaben und hat der Einsatz solcher Flughilfen vielleicht auch Nachteile, die man zu Anfang nicht berücksichtigt? Mit VStabi und AC-3X gibt es ja bereits 2 sehr ausgereifte Systeme auf dem Markt, doch leider kommen beide wegen des fehlenden Beginnermode für mich nicht in Frage.

Bleiben also noch die relativ neuen Kandidaten HeliCommand Rigid und der Gyrobot 900, denn hier bieten die Hersteller nicht nur eine Stabilisierung der Fluglage, für paddellose Roterköpfe, sondern die Steuerungselektronik verfügt zusätzlich über eine Art Autopilot, die das Modell in gefährlichen Fluglagen jederzeit wieder horizontal ausrichten kann.

Beim HeliCommand oder beim Gyrobot braucht man also nur die Steuerknüppel an der Fernbedienung loslassen und schon richtet der Elektronik den Hubschrauber wieder in allen 3 Achsen aus. Grundsätzlich hört sich das natürlich erstmal super an, doch die Gefahr liegt einfach im Detail. Man gewöhnt sich sehr schnell daran, in Gefahrensitutationen die Hände vom Knüppel zu nehmen und das kann für den Fall, dass die Elektronik mal defekt ist, böse ins Auge gehen.

Ein anderes Problem beim “fliegen mit Stützrädern” ist einfach die Tatsache, dass man ständig das Gegenteil von dem tut, was man eigentlich tun würde und das leuchtet bei genauer Betrachtung auch ein. Normalerweise bedeutet Hubschrauber fliegen ja, dass man durch stetige Steuereingriffe versucht einen Absturz des Hubschraubers zu vermeiden und das ist in der Realität auch nicht anders. Beim HeliCommand bzw. Gyrobot übernimmt jetzt aber die Elektronik diese Aufgabe für einen selbst und man wird dadurch gezwungen, immer dann einzugreifen, wenn man das Modell von A nach B bewegen möchte und genau das ist auch der Punkt, den viele erfahrene Piloten an solchen Systemen kritisieren.

Oftmals wird in Foren und Communitys daher geraten, man solle die Eingriffe der Elektronik bei jedem Flug etwas zurückregeln um sich so an die wirklichen Flugbedingungen zu gewöhnen, doch auf der anderen Seite frage ich mich natürlich auch, was daran so schlimm ist, wenn man kontinuierlich mit solchen elektronischen Helfern fliegt?

Es mag sicherlich viele RC Piloten geben, die zum einen mehr Spaß am Bau der Modelle haben und zum anderen vielleicht auch einfach dieses beruhigende Gefühl brauchen, dass einem die Elektronik bietet. Ob ich mich zu dieser Gruppe zähle kann ich momentan noch nicht sagen, denn offen gesagt weiß ich noch nicht wieviel Schweiß mir auf der Stirn steht, wenn die EC145 sich das erste Mal in die Luft erhebt. Warum muss man aber diese Gruppe der Piloten immer so herablassend in den Foren behandeln?

Sollten wir nicht alle viel toleranter in diesen Punkten sein? Wenn jemand mit einem HeliCommand fliegt und er hat Spaß dabei, dann ist das doch in Ordnung und genau so in Ordnung ist es, wenn ein anderer Pilot die gleichen Manöver ohne Stützräder fliegt. Die Hauptsache ist doch, dass beide sich an den Modellen erfreuen können, oder?

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Komponenten

Dieser Beitrag wurde Samstag, den 14. März 2009 von Sascha Schoppengerd geschrieben. Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat oder Sie eine Anmerkung haben, schreiben Sie einen Kommentar oder abonnieren kostenlos den RSS 2.0 Feed, so dass Sie künftige Beiträge automatisch von mir erhalten.

3 Reaktionen zu “HeliCommand Rigid vs. Gyrobot 900”

Thomas Hehde

Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich kenne die Problematik auch. Seit ca. einem 3/4 Jahr fliege ich und habe mit dem Thunder Tiger Innovator begonnen. Jetzt soll es etwas größer werden. Da ich nicht auf 3D sondern eher auf das ruhige Fliegen stehe, überlege ich auch mir elektronisch helfen zu lassen. Als ich das im Verein ansprach, war die Ablehnung groß. Am Ende muss man das selbst entscheiden und ich habe mich entschieden und stehe auch vor der Frage “Gyroboot” oder “Helicommand”. Ist ihre Entscheidung schon gefallen?

Sascha Schoppengerd

Hallo…

auch wenn bei großen Modellen vieles für den HC spricht, habe ich mich letztendlich für den Gyrobot 900 entschieden. Einen wirklichen Grund gibt es dafür aber wohl nicht, denn ich würde es eher als Bauchentscheidung betiteln. Der HC wird bekanntlich von Robbe vertrieben und bei diesem Unternehmen ist es oftmals so, dass Produkte auf den Markt geworfen werden und dann nur noch langsam Verbesserungen einfliessen.

Der Hersteller der Gyrobot ist natürlich wesentlich kleiner, doch damit auch dynamischer. Ich erhoffe mir hier über die Jahre deshalb zusätzliche Innovationen auf die ich bei Robbe wohl verzichten muss.

Thomas Hehde

Ich tendiere auch sehr zum Gyrobot 900. Bei mir geht es um das Tragen einer HD-Kamera, die nicht ganz billig ist und teilweise sogar angemietet wird. Da gibt mir so ein Sytem einfach mehr Materielsicherheit. Ausserdem erhoffe ich mir höhere Flugruhe. Das Gyrobot soll an einem Raptor e550 zum Einsatz kommen.

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